Programme christoph jäggin
Gitarrenmusik entfaltet ihre subtilen Nuancen am besten in kleinen, intimen Räumen vor überschaubarem Publikum. Hier fühle ich mich als Musiker ganz besonders wohl, auch deshalb, weil ich die Nähe der Zuhörerinnen und Zuhörer schätze. Musizieren ist der Versuch einer Verständigung. Das wache Zuhören gemeinsam mit dem Publikum, die Zuwendung zum gerade jetzt Klang werdenden Kunstwerk ist mir neben der vorausgegangenen, aber offen gebliebenen Deutung des zu spielenden Werkes die wichtigste Herausforderungen, ja das zentrale Anliegen meiner Vermittlungsarbeit. Sinnstiftende Programmfolgen, Werkkommentare, kohärente Interpretationen und nicht zuletzt die von mir stets als selbstverständlich vorausgesetzte erwartungsvolle Neugierde auf das noch Ungeschehene, Unerhörte lassen Veranstaltungen mit Gitarrenmusik zu einem bewegenden, nachhaltigen Erlebnis werden. Fühlen Sie sich - z.B. als VeranstalterIn oder als KonzertgängerIn - angesprochen? Treten Sie bitte mit mir in Kontakt! Besten Dank. (Klick auf das Briefsymbol der Titelleiste)
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Informationen
doucement  für Gitarre solo
MATTHEW ROWAN (1979, Lisburn) Doucement (2012) ISTVAN ZELENKA (1936, Budapest) prenez und simple chaise pliable (2012) XAVIER DAYER (1972, Genève) Promenade de Ricardo Reis (2002) GUNNAR BERG (1909, St.Gallen; 1989, Bern) Fresque III (1976-78) TAKASHI FUJII (1959, Tokyo) Yume no Ukihashi (2002) HARRI SUILAMO (1954, Uskela) Eidola (1999) MATTHEW ROWAN Resonating Past (2010)
Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort. Sie sprechen alles so deutlich aus: Und dieses heisst Hund und jenes heisst Haus, und hier ist Beginn, und das Ende ist dort. Mich bangt auch ihr Sinn, ihr Spiel mit dem Spott, sie wissen alles, was wird und war; kein Berg ist ihnen mehr wunderbar; ihr Garten und Gut grenzt grade an Gott. Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern. Die Dinge singen hör ich so gern. Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm. Ihr bringt mir alle die Dinge um. Rainer Maria Rilke
Sonntag, 15. März 2015, 11.00 Uhr, Lavatersaal St. Peter-Hofstatt 6, 8001 Zürich VI. Qara-Qarayev-Festwoche für zeitgenössische Musik Dienstag, 21. April 2015, Kammermusik- und Orgelhalle Baku, Aserbaidschan Mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung écoute Asako Motojima, Sopran Avital Cohen, Flöte Christoph Jäggin, Gitarre
Laut Käfig Niccolò Castiglioni (* 1932, Milano; † 1996, Milano) sic (1992) für Flöte und Gitarre Younghi Pagh-Paan (* 1945, Cheongu)   Noch... III (2002); Fassung für Mezzosopran und Gitarre Rufat Khalilov (* 1974, Baku) Labyrinth für zwei (2014) für Flöte und Gitarre, Uraufführung Alfred Zimmerlin (* 1955, Zürich) “Aufgang”, Zwei Gedichte von Ingrid Fichtner (2014); Uraufführung der Fassung für Sopran, Flöte und Gitarre Turkar Gasimzada (* 1988, Aserbaidschan) 9 Rubai (2014) für Flöte und Gitarre Jürg Wyttenbach (* 1935, Bern) Laut Käfig – Ein Zyklus von 17 Haikus von Issa und anderen japanischen Dichtern (1995/97) für Sopran und Gitarre zwischen den Kompositionen: Istvàn Zelenka (* 1936, Budapest) "...es ist eine schöne Sache um die Zufriedenheit...“ – Nahtstücke für Musikerinnen (2002)
Fribourg dimanche, 5. octobre 2014 l'Espace Tinguely, 18h30.
Kirche Sitzberg, Sonntag den 27. September 2015, 15.30 Uhr Welche Musik würden Sie als schön bezeichnen? Vielleicht jene prunkvolle des Claudio Merulo, dem Organisten des Markusdoms von Venedig oder die archaisch-virtuos anmutende, wohl eher den Gauklern als den Meistern abgelauschte des Joanambrosio Dalza, die einem der ältesten Musikdrucke der Geschichte entnommen ist? Oder möchten Sie eine solche Auszeichnung den Kompositionen des Vincenzo Galilei, Lautenist, Musiktheoretiker, Vater des Galileo Galilei, der mit seiner Idee einer klar verständlichen, dem Sprachduktus nachgezeichneten Musik zum Geburtshelfer der Oper wurde, zusprechen? Dieser wunderlichen Vielfalt klingender Musik, die im 16. Jahrhundert in den Dogenpalästen Venedigs den Aristokraten die Sinne betörte und ihnen ebenso Anlass zu engagiertem Debattieren gab, steht in Werken zweier bedeutender Komponisten der Neuzeit, Faradsch Karajev und Hans Ulrich Lehmann, ein zeitgenössischer Kontrapunkt gegenüber. Beide Komponisten fragen auf unterschiedliche Weise, ob klingende Schönheit nur eine Utopie (ein „Nicht-Ort“) sei, ob vielmehr unter ihrer „Oberfläche“ das Wahre und Eigentliche zu suchen sei. Entdecken wir es!
Joanambrosio Dalza Saltarello (Lebensdaten unbekannt) Piva (Venezia 1508) Hans Ulrich Lehmann “Etwas Klang von meiner Oberfläche” (Zürich 1991) (1937 - 2014) Claudio Merulo       Canzona prima (1533 - 1604) Canzona seconda (Venezia, 1593) Faradsch Karajev Schönheit - eine Utopie? (Baku / Moskau 1999) (* 1943) Vincenzo Galilei      Contrapunto primo di B.M.      (1520 - 1591)       Duo tutti di fantasia Contrapunto secondo di B.M. (Venezia, 1584)
Schönheit Musik aus der Blütezeit Venedigs (samt zeitgenössischer Befragung) écoute! Sayuri Takahama (Gitarre) Christoph Jäggin  (Gitarre und Kommentar)
Istvàn Zelenka: ange?
10 Jahre internationales festival forum für neue musik oberstdorf  - 2016 Freitag, 11. März 2016, Oberstdorf Musikschule Oberstdorf, Konzertsaal, Alpgaustr. 28 Samstag, 12. März 2016, Immenstadt Evangelische Erlöserkirche, Mittagstrasse 8 87509 Immenstadt im Allgäu écoute! Asako Motojima (Sopran) Tania Pimenova (Flöten) Christoph Jäggin (Gitarre) Takashi Fujii Yume no Ukihashi (2015) UA (* 1959, Tokyo) für Sopran und Gitarre Rufat Khalilov Elegie (Text: Franz Kafka) (2015) UA (* 1974) für Sopran und Gitarre Ulrike Merk Préambulo – Contemplación/Ditirambo – Folia (2015) UA für Flöte und Gitarre Hans-Jürgen Gerung Damaskus (Text: Fouad El-Auwad) (2015) UA (* 1960) für Sopran, Bassflöte und Gitarre Heinz Holliger „t(air)e“ (1978-83) (* 1939) für Flöte Jürg Wyttenbach Laut Käfig – Ein Zyklus von 17 Haikus von Issa und anderen japanischen Dichtern (1995/97) (* 1935) für Sopran und Gitarre zwischen den Kompositionen Istvàn Zelenka "...es ist eine schöne Sache um die Zufriedenheit...“ – Nahtstücke für Musikerinnen (2002) (* 1936, Budapest)
Feier zum Gedenken an Rudolf Steiner und Ita Wegman «Die schwebende Brücke der Träume» Cergio Prudencio Epicedia (1998) (* 1955 in La Paz) Takashi Fujii Yume no ukihashi (2002) (* 1959 in Tokyo) Frühlingsnacht - Die schwebende Brücke der Träume - Wolkenbank in der Morgendämmerung Matthew Rowan Resonating Past (2010) (* 1979 in Lisburn)
Sozialtherapeutisches Institut „La Motta“, Brissago Donnerstag, 7. April 2016, 16.15 Uhr
Christoph Jäggin, Gitarre
Ständchen Alois Franz Peter Glutz von Blotzheim Des Kühers Freuden op.13/5 (* 1789 in Olten; † 1827 in Schwyz) Text: Alois Franz Peter Glutz von Blotzheim Gaetano Donizetti Le petit montagnard (* 1797 in Bergamo; † 1848 ebda.) Text: unbekannt Carl Maria von Weber Romanze aus «Preciosa» J 279 (* 1786 in Eutin; † 1826 in London) Text: Pius Alexander Wolff Anonymus Zur Nacht (1. Hälfte 19. Jahrhundert) Text: Theodor Körner Franz Peter Schubert Heidenröslein D 257 (* 1797 in Wien; † 1828 ebda.) Text: Johann Wolfgang von Goethe Seligkeit D 433 Text: Ludwig Christoph Heinrich Hölty Wolfgang Amadeus Mozart Komm, liebe Zither, komm KV 351 (* 1756 in Salzburg; † 1791 in Wien) Text: unbekannt Sehnsucht nach dem Frühling KV 596 Text: Christian Adolf Overbeck Franz Wilhelm Abt Trinked Schwizerwy! (* 1819 in Eilenburg; † 1885 in Wiesbaden) Text: Johann Jakob Leuthy
Basel, 20. März 2016
Kunitachi Musikuniversität, Tokyo Dienstag, 25. Oktober 2016, 18 Uhr
Gesprächskonzert der Kompositionsklasse von Takashi Fujii Nozomu Kaneda Sparkler Effect (2016) UA für Gitarre Gunnar Berg Fresque III (1976-78) für Gitarre Takashi Fujii Yume no Ukihashi (2015) für Sopran und Gitarre Akira Ito Confessions of a memory (2014/16) UA für Gitarre
Asako Motojima (Sopran) Christoph Jäggin (Gitarre)
© 2009 by Christoph Jäggin